Feuerwehr Bitburg

19.06.2018 - Gefahrgut-LKW auf der A 60 bei Prüm geborgen

Prüm. Die Bergung des Gefahrstoff-Transporters, der am Samstag an der A 60-Anschlussstelle Prüm verunglückte, ist abgeschlossen, die Autobahn ist frei. Nur einen kleinen Vorfall gab es bei der Bergung.

Dienstagmorgen gegen 8.30 Uhr, Feuerwache Prüm: Dort sammeln sich die Wehrleute aus der Eifel, die zur Bergung des Gefahrstoff-Transporters herangezogen wurden. Es sind viele. Und für alle wird es ein langer Tag.

Die Ansage lautet: Um 10 Uhr geht es los am Unfallort, mitten in der A 60-Anschlussstelle Prüm. Seit Samstag liegt dort der Gefahrstoff-Transporter, den es in der Auffahrt Richtung Bitburg aus der Kurve geworfen hatte (TV von gestern). Der Fahrer muss großes Glück gehabt haben: Die Kabine der MAN-Zugmaschine ist zur Hälfte zerquetscht. Dennoch erlitt der Mann nur leichte Verletzungen. Der Tank mit der Ladung, hochgiftigem Phenol, war bei der Havarie dicht geblieben. Von der Substanz, die zur Kunststoffherstellung verwendet wird, trat bisher anscheinend nichts aus (der TV berichtete).

Nun also soll das Gespann endlich aus dem Weg geräumt werden, denn die Flüssigkeit ist mittlerweile abgekühlt und hat eine wachsartige Konsistenz angenommen. Die Spezialfirma Kurth aus Blankenheim und Prüm ist mit Kran- und anderen Fahrzeugen angerückt, außerdem eine Sanierungsfirma aus Zülpich – zur Entsorgung von allem, was da eventuell noch aus dem Wrack austreten mag. Und die Einsatzkräfte: Darunter die Feuerwehren aus Prüm, Kyllburg, Pronsfeld, Weinsheim, der Gefahrstoffzug des Eifelkreises, die Dekontaminationseinheit des Vulkaneifelkreises, die Berufsfeuerwehren aus Trier und Köln, Technisches Hilfswerk, DRK, Polizei, Autobahn- und Straßenmeisterei, die Stadtkyller Baufirma Backes, der Spediteur, zu dessen Fuhrpark der havarierte LKW gehört. Rund 100 Menschen insgesamt – plus zwischendurch noch einer: Landrat Joachim Streit, der auf dem Rückweg von Schulleiter Guido Kirschs Verabschiedung in der Abteistadt (der TV berichtete) kurz bei den Rettern vorbeischaut. Die meisten haben sich auf der Autobahnbrücke postiert. Mittendrin: die mobile Einsatzzentrale mit Manfred Schuler von der Feuerwehr Prüm. Der erklärt, was gleich geschehen soll. Zuerst wird Erdaushub herangefahren und rund um das havarierte Gespann aufgeschichtet. In diese „Wanne“ wird dann eine Silofolie gelegt. Damit sollen eventuell austretendes Phenol oder andere Flüssigkeiten aufgefangen werden. Auch die Kanalisation, sagt Peter Hillen von der Verbandsgemeinde Prüm, sei abgeriegelt. Denn was hier möglicherweise versickere, „das landet am Ende dann in der Prüm“.

Bereits am Sonntag sagt Schuler, habe man einen Treibstofftank des verunglückten Lasters aus dem nordrhein-westfälischen Witten leergepumpt: „200 Liter Diesel.“ Die können schon mal nicht mehr ins Erdreich gelangen. Der Verkehr aus Richtung Trier und Bitburg in Richtung Belgien wird umgeleitet. Auch in südlicher Richtung kommt von hier an keiner mehr durch. Entscheidend für den Verlauf der Bergung ist die Frage, ob der Deckel des Phenoltanks dicht gehalten hat. Das kann aber zunächst niemand sagen, denn das gesamte Gespann liegt auf dem Rücken – der Tankdeckel ist deshalb nicht zu sehen.

Immerhin: Dadurch, dass das Phenol inzwischen abgekühlt und dickflüssig geworden sei, sagt Uwe Hoppe, Fachberater Chemie des Eifelkreises, sei das Risiko nicht mehr ganz so groß. Brand- oder gar Explosionsgefahr bestehe „absolut nicht“. Trotzdem bleibt es ein gefährlicher Stoff, der nicht über Hautkontakt aufgenommen werden dürfe, denn Phenol sei krebserregend. „Und es stinkt natürlich erbärmlich.“ Das sei aber auch ein Vorteil: „Wenn man es riecht, weiß man, dass es in der Nähe ist.“

Die Vorbereitungen an der Unglücksstelle gehen indessen weiter. Und sie dauern. Oswald Benzel, Organisationsleiter des DRK, lässt Verpflegung bringen – 13 Fleischwurstringe, 60 Wiener Würstchen, 140 Brötchen, alles dankend angenommen von den Wartenden. Dann ist es 12.40 – die Zugmaschine hängt am Haken des Krans und wird rüberbugsiert auf die Fahrbahn. Eine halbe Stunde darauf schwebt auch das Fahrgestell des Gefahrguttanks davon. Und dann dauert es wieder – denn jetzt muss der stark eingedrückte Phenolbehälter bewegt werden. Erst um 15.04 Uhr kommt die Durchsage: „Die Bergung des Gefahrstoffbehälters beginnt.“ Zwei Minuten darauf ist klar: Der Deckel hat gehalten. Weitere zwei Minuten später streikt die Hydraulik des Schleppwagens, der den Tank per Zugseil umdrehen soll. Wieder heißt es warten. Dann meldet Manfred Schuler um 16.34: „Tank gedreht – dicht geblieben!“ Jetzt werde eine Kontrollmessung vorgenommen. Und gegen 17.30 ist klar: keine Gefahr, der Tank kann abtransportiert werden. Einsatzleiter Roland Houscht, stellvertretender Wehrleiter der VG Prüm, ist mehr als zufrieden: Die Zusammenarbeit aller Einheiten habe „vorbildlich funktioniert“, alle seien „ruhig und besonnen“ zu Werke gegangen. Der Tag auf der Autobahn endet für die Einsatzkräfte gegen 20 Uhr.

Am Mittwochmorgen teilt die Polizeiinspektion Prüm auf TV-Nachfrage mit, dass der LKW komplett geborgen ist. Die Autobahn ist wieder für alle frei befahrbar. Nur einen kleinen Zwischenfall habe es gegeben: Ein Hydraulikschlauch am Krahn sei gerissen. Das sei für keinen der Beteiligten gefährlich gewesen – habe die Bergung aber um mindestens eine Stunde verzögert.

Quelle: www.volksfreund.de

11.06.2018 - Erneut starker Regen und Feuerwehreinsätze in der Eifel

Badem/Dudeldorf/Kyllburg. Starkregen hat am Montagabend erneut zu etlichen neuen Einsätzen der Feuerwehr geführt. Besonders betroffen waren erneut Dudeldorf, Kyllburg und Badem (Eifelkreis Bitburg-Prüm).

Zahlreiche Wehren waren im Einsatz. In Dudeldorf kam es am Montagabend erneut zu Überschwemmungen und zu weiteren Einsätzen der Feuerwehr. Wie bereits am Sonntag waren Straßen und die Durchfahrt durch den Torbogen überflutet. Die Wehren Konz, Pluwig und Gusterath (Landkreis Trier-Saarburg) wurden mit Sandsäcken nach Dudeldorf beordert.

Nach längeren Regenfällen hieß es am Abend wieder „Land unter“ in der Ordorferstraße, Pickließemerstraße und Hauptstraße. Wieder traf es die gleichen Häuser, Keller und Garagen. Die Menschen hatten gerade erst die Aufräumarbeiten nach dem letzten Unwetter abgeschlossen und wurden erneut sehr schwer getroffen. Allerdings hatten Hilfskräfte vorsorglich hunderte Sandsäcke bereitgestellt, um die Häuser zu schützen. Über Stunden ergossen sich die Wassermassen durch die Straßen. Bis weit in die Nacht konnten die Menschen ihre Häuser nicht verlassen, bis endlich die Flut zurück ging. In Dudeldorf waren zahlreiche Kräfte von Feuerwehr, THW und Rettungsdienst im Einsatz. Tausende Sandsäcke wurden gefüllt und bereitgestellt.

In Kyllburg war am Montagabend zunächst weiter unklar, ob ein Hang mitsamt Kanalrohren abrutschen könnte. „Die Gefahr eines Hangrutsches besteht nach wie vor“, sagte am späten Abend der Sprecher der Polizei Bitburg, Polizeihauptkommissar Wolfgang Zenner, gegenüber volksfreund.de. Am Montagabend wurde das Gelände, an dem ein riesiges Loch klafft, weiträumig abgesperrt. Auch unterhalb des Hanges ist die Bademer Straße gesperrt. Von oben fließen weiter größere Wassermassen nach, allerdings bisher kein Geröll. Anwohner, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk hoffen, dass es nicht zum Hangrutsch kommt. Derweil hat Stromversorger Westnetz Bedenken, dass auch die Oberleitung gefährdet sein könnte. Aktuell ist sie es noch nicht. Die Zufahrten über die Kyllburger Straße und die Bademer Straße sind nach Angaben von Zenner derzeit in Kyllburg gesperrt, der Ort sei aber weiter aus Richtung Malbergweich (L 32) erreichbar. Umweltministerin Ulrike Höfken hatte sich am Nachmittag vor Ort ein Bild von den Schäden gemacht.

Während der Nacht blieb das absturzgefährdete Kanalbauwerk in Kyllburg stabil. Ein Baum war kurz nach ein Uhr in der Nacht umgestürzt und drohte den Abfluss des Korlesbach zu verstopfen. Der Baum wurde von einem Forstbetrieb entfernt.

Weitere Einsätze wegen Überschwemmungen und vollgelaufenen Kellern gab es unter anderem in Badem, Hüttingen, Metterich, Biersdorf, Irrel und Oberweis.

Quelle: www.volksfreund.de

10.06.2018 - Eifel: Erneute Unwetter in der Nacht auf Montag

Ehlenz/Niederweiler/Oberweiler/Kyllburg . Land unter: In der Nacht auf Montag sind erneut heftige Unwetter über die Eifel gezogen. Besonders stark hat es die Orte Ehlenz, Niederweiler und Oberweiler in der VG Bitburger Land getroffen. In Kyllburg wurden Menschen evakuiert.

Die Eifel kommt nicht zur Ruhe: Blieb es tagsüber am Sonntag nach den schweren Unwettern vom Samstagabend ruhig, kam am Abend der Regen zurück. Josef Junk, Bürgermeister der VG Bitburger Land, meldete am Sonntagbend: „Land unter in Ehlenz, Niederweiler, Oberweiler.“ Die Lage sei „unvorstellbar!“, so der VG-Chef weiter. Der Wasserpegel der Nims stieg stark an, die Feuerwehr legte mehr als 500 Sandsäcke aus, um das Wasser zu stoppen. Ein Mensch wurde leicht verletzt von Feuerwehrleuten aus den Flutwellen gerettet.

Spezialisten des Technischen Hilfswerks (THW) aus Koblenz und Trier überwachen seit Sonntagmittag die Bewegung des absturzgefährdeten Kanalbauwerkes in Kyllburg. Nach dem Unwetter vom Samstagabend hat der Korlesbach im Bereich der Anliegerstraße „Am Steineberg“ ein Riesenloch in die Landschaft gegraben. Tonnenschwere Kanalrohre drohen den Abhang hinab zu stürzen. Pascal Schreiner vom THW Koblenz ist mit einer Mannschaft und dem sogenannten Einsatzstellensicherungssystem am Sonntagnachmittag in Kyllburg eingetroffen. „Wir messen lasergesteuert und über Prismasysteme jede Bewegung im Hang und am Kanalrohr. Im Fall von kritischen Bewegungen geben wir diese Daten an unseren Baufachberater vom THW Trier weiter“, erklärt Schreiner. Im Bereich eines Zehntelmillimeter können hier Bewegungen festgestellt werden.„Auf der Basis der gemessenen Daten beurteile ich die Situation und berate die Einsatzleitung“, schildert Markus Thieltges das weitere Vorgehen. Mehrere Anwohner wurden schließlich wegen des drohenden Felssturzes evakuiert.

Quelle: www.volksfreund.de

11.06.2018 - 54-Jähriger auf B 51 bei Röhl von LKW erfasst und tödlich verletzt

Röhl. Beim Versuch, die B 51 bei Röhl zu überqueren, ist am Montagnachmittag kurz vor 15 Uhr ein 54-Jähriger von einem Sattelzug erfasst worden. Der Mann aus dem Eifelkreis starb nach Polizeiangaben noch an der Unfallstelle.

Nach Angaben der Polizeiinspektion Bitburg, hatte kurz vor 15 Uhr ein 54-jähriger Mann aus dem Eifelkreis sein Auto an der Abfahrt Scharfbillig am Fahrbahnrand geparkt und aus bisher unbekanntem Grund zu Fuß die Fahrbahn der B 51 überquert. Dabei wurde er von einem in Richtung Bitburg fahrenden 40-Tonner-Sattelzug erfasst. Der Mann zog sich nach Angaben von Christian Hamm, Chef der Polizeiinspektion Bitburg, dabei so schwere Verletzungen zu, dass er noch an der Unfallstelle starb. Alle Versuche des Notarztes und Rettungsteam, den Schwerverletzten zu reanimieren, blieben erfolglos. Der LKW-Fahrer erlitt einen Schock.

Die genaue Unfallursache und warum der Mann versuchte, die Bundesstraße zu überqueren, muss nun ein Gutachter ermitteln. Der Verkehr auf der B 51 kam durch die Rettungsmaßnahmen komplett in beide Richtungen zum Erliegen. Nach Angaben von Christian Hamm konnte gegen 15.30 Uhr eine Umleitung aus Richtung Trier über Helenenberg nach Bitburg und von Bitburg aus nach Trier über Irrel eingerichtet werden. Die B 51 blieb bis ca. 17.30 Uhr voll gesperrt und ist seitdem wieder frei befahrbar.

Im Einsatz waren ein Notarzt, das DRK Bitburg, die Feuerwehr Bitburg und die Polizei Bitburg.

Quelle: www.volksfreund.de

09.06.2018 - Die Eifel versinkt in den Fluten

Dudeldorf/Badem/Kyllburg/Nimshuscheid. Sintflutartige Regenfälle haben am Samstagabend erneut für katastrophale Zustände gesorgt.  Während es im Prümer Land ruhig blieb, erwischte es das Bitburger Land heftig. In Kyllburg droht gar eine Evakuierung.

Ein Unwetter am Samstag hat die Feuerwehrleute im Eifelkreis Bitburg-Prüm erneut in höchste Alarmbereitschatft versetzt. „Wir sind nicht nur an der Belastungsgrenze, wir sind schon darüber hinaus“, sagt Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch. Denn die erneuten Regenfälle haben ungeahnte Schäden hinterlassen. So mussten am Samstagabend 900 Helfer ausrücken – Verstärkung gab es aus den Nachbarkreisen, ohne die es nicht gelungen wäre, die Folgen der Katastrophe abzumildern. Helfer von Feuerwehr, THW, DRK, DLRG, Bundeswehr und Polizei aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm waren im Einsatz. Unterstützt wurden sie von Kräften von der Air Base Spangdahlem,  aus Bernkastel-Wittlich, aus Trier-Saarburg und von der Berufsfeuerwehr Trier.

Ein Schwerpunkt lag in Kyllburg. „Es hat nur wenige Minuten gedauert, bis der Korlesbach übergeschwappt war und unseren Garten überflutete. Unmittelbar danach begann das Gelände wegzubrechen. Die Steine donnerten zu Tal. So was haben wir hier noch nicht erlebt“, sagt Marlies Steffens, Anwohnerin in der Straße Am Steineberg. Ihr Garten wurde komplett weggespült, das Gartenhaus mit Geräten steht am Abgrund.

In dem riesigen Krater hängen eine Stromleitung und tonnenschwere Kanalrohre mehr oder weniger in der Luft. Sie drohen abzustürzen. Ein Fachmann vom Landesamt für Geologie und Bergbau war am Sonntag vor Ort und stellte eine konkrete Gefahr fest. Beim nächsten Regen könnte das Gelände weiter abbrechen und die darunter gelegenen Häuser gefährden. „Wir bereiten uns darauf vor, damit es im Ernstfall schnell gehen kann“, sagte Bürgermeister Josef Junk am Sonntagnachmittag  in der Hoffnung, dass dieser Fall nicht eintreten möge.

Vor Ort in der Eifel waren auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Minister Roger Lewentz. Dreyer zeigte sich schockiert vom Ausmaß der Schäden. Der Kyllburger Georg Zahnen richtete deutliche Worte an die politisch Verantwortlichen: „Wir machen seit Jahren auf das Problem aufmerksam. Passiert ist bisher so gut wie nichts. Jetzt haben wir den Salat. Wir Anwohner erwarten jetzt eine tragende Lösung auf Dauer.“

Am Samstagabend waren die Wasser- und Geröllmassen den steilen Abhang hinuntergestürzt und hatten Teile der L 24 und der Bademer Straße in Kyllburg überflutet. Schnell stand auch hier alles unter Wasser. Die braune Brühe drang in die Keller und Wohnungen ein. Fritz Wagner, der  in der Bademer Straße wohnt, sagte: „Unsere neue Haustür ist wunderbar dicht. Die hat das Schlimmste verhindert.“ Feuerwehr und zahllose freiwillige Helfer waren pausenlos im Einsatz.

Wegen der katastrophenartigen Zustände wurde im Eifelkreis um 20.40 Uhr Alarmstufe 4 ausgerufen, die technische Einsatzleitung lag beim Landrat. Unzählige Häuser waren überflutet. Das Telefonnetz fiel in vielen Orten aus oder war überlastet. In Philippsheim war die Trinkwasser-Versorgung unterbrochen.

Schwerpunkt des Unwetters war das Einsatzgebiet rund um Kyllburg, Badem, Gransdorf, Erdorf, Dudeldorf und Spangdahlem. Ins Erdorfer Kylltal, so berichtet Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch, sei das Wasser aus Badem in Sturzbächen heruntergelaufen. „Erdorf war wie eine Insel abgeschnitten vom Umland“, sagt er. Das Bahngelände war komplett überflutet, viele Häuser vollgelaufen. Auch die Zuggleise bei Erdorf wurden unterspült. Der Zugverkehr auf der Eifelstrecke wurde daraufhin komplett eingestellt.

Das Wasser sei überall rasant gestiegen, berichtet Larisch. So habe es beispielsweise innerhalb weniger Minuten 20 bis 30 Zentimeter hoch in Speicher auf dem Marktplatz gestanden. Der Ort sei aber weitgehend von Schäden verschont geblieben.

Sturzfluten mit großen Ästen und schweren Steinen bedeckten Bundes- und Landesstraßen und machten diese unpassierbar. Viele Straßen wurden durch die Feuerwehren, Polizei und den LBM komplett gesperrt. Die A 60 zwischen den Anschlussstellen Spangdahlem und  Badem wurde komplett überschwemmt, der Verkehr lag dort  lahm.  Der Bahntunnel bei Wilsecker, der schon beim Unwetter vor einer Woche verschüttet worden war (der TV berichtete mehrfach), wurde erneut verwüstet. „Die unten an der Kyll gelegene Wanderbrücke ist wohl kurz vorm Einstürzen“, berichtet TV-Leser Manfred Stoos am Sonntag.

Im Bitburger Stadtgebiet selbst gab es nur kleinere Probleme, zum Beispiel in der Nansenstraße, wie Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch berichtet. Am stärksten betroffen von den Bitburger Stadtteilen war Matzen, wo es zahlreiche vollgelaufene Keller gab. Erstaunlich ruhig verlief der Abend im Nordkreis: Hier gab es laut Feuerwehr nur einen umgestürzten Baum auf der L 5 zwischen Nimshuscheid und Seffern sowie einen vollgelaufenen Keller in Weinsheim.

Um 0.45 Uhr wurde die Alarmstufe 4 schließlich aufgehoben und die Einsatzleitung zurück an die Verbandsgemeinden übertragen. Deweil hoffen alle, dass trotz  neuerlicher Unwetterwarnungen alles ruhig bleibt.

Quelle: www.volksfreund.de